Schwierige Zeiten für René Benkos Warenhaus-Imperium

Aktualisiert: Mai 5

Vor Corona hat der österreichische Investor René Benko mit seiner Signa Holding einen Filialisten nach dem anderen übernommen. Jetzt dürfte er an seinen Projekten ordentlich zu knacken haben, denn alle Warenhausketten sind von den Virus-bedingten Schließungen und damit von starken Umsatzeinbußen betroffen. Als da wären: Karstadt/Galeria Kaufhof, der österreichische Möbler Kika/Leiner und, ganz frisch, die Schweizer Globus-Warenhäuser, die im Rahmen eines Joint Venture zu gleichen Teilen an die Signa Holding und die thailändische Central Group gehen sollten.


Bei Kika/Leiner befinden sich laut der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" fast alle 4.200 Mitarbeiter in Kurzarbeit – und das, nachdem Leiner erst kürzlich große Investitionen in Einrichtungshäuser, Marketing und E-Commerce angekündigt hatte. Was die Globus-Übernahme angeht, wollen Signa und die thailändische Central Group den im Februar vereinbarten Deal (Summe: über 900 Mio. EUR) jetzt nachverhandeln – das berichtet die Schweizer Zeitung "NZZ am Sonntag". Ob Globus-Eigentümer Migros sich darauf einlässt, ist allerdings fraglich.


Wie der "Kurier" meldet, will Benko jetzt 17 der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Häuser wieder verkaufen – für 700 Mio. EUR und wahrscheinlich an einen von Apollo Global gemanagter Fonds.

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