Mazandaran-Kelim-Ausstellung verlängert

Aktualisiert: Apr 29


Die Flachgewebe aus der iranischen Provinz Mazandaran sind bekannt für ihre Vielfalt an Streifen und Farbkombinationen. Der Kelimexperte Werner Weber reiste 2008 in die Region und entdeckte dort Flachgewebe, wie er sie noch nie gesehen hatte. Diese Textilien ruhten in Truhen armer Bauernfamilien in der Region Hezar-Jerib, dem Land der tausend Täler. Diese meist sehr großen, in Bahnen gewebten Kelims entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts und scheinen alle ungenutzt. Zu ihrer Funktion und der feinen Technik mit schimmernden Farbübergängen wollten oder konnten die Bewohnerinnen und Bewohner der Gegend kaum etwas sagen.


Das Historische Museum St. Gallen (Schweiz) zeigt diese Kelims erstmals in einer Ausstellung. Aufgrund der aktuellen Situation wurde diese Ausstellung nun bis Ende Januar 2021 verlängert.